Ein neuer Stern am Heiligenhimmel: Pfarrer Heinrich aus den Dolomiten

Das milde Lächeln auf dem gütigen Gesicht Pfarrer Heinrichs spiegelte alles wider:
das Elend der Menschen ihre Bitte um Gnade ihre kleine, armselige Welt aber auch den großen Glauben an Gott. Das milde Lächeln auf dem gütigen Gesicht war auch der erste Hoffnungsschimmer für die Menschen, die guten Willen sind.  
Jenes Lächeln war der Beginn der Wirkung, die Pfarrer Videsott auf die Menschen ausübte. Seine Stimme war Gottes Stimme, die durch seinen Mund in die Herzen drang, Böses besiegte, den Schmerz überwand und die Schicksalsschläge des Lebens,
die Freude und Frieden brachte in der wiedergefundenen Gnade, in der Wiedervereinigung mit Gott.    

Pfarrer Heinrich Lächeln

Pfarrer Heinrich Videsott wurde am 3. Juli 1912 in Montal/St.Lorenzen bei Bruneck (Südtirol) geboren. Nach seiner Priesterweihe 1937 in Brixen diente er in verschiedenen Pfarreien der Diözese Brixen und wurde schließlich nach Wengen im Gadertal berufen. Dort wirkte er 35 Jahre lang segensreich und verstarb gottergeben am 9. Dezember 1999.

Heinrich Videsott

Pfarrer Videsott fiel besonders durch seine geistige Ausstrahlung, seine tiefe Frömmigkeit und große Barmherzigkeit auf. Er zeigte eine unbegrenzte Hilfsbereitschaft und war Botschafter der Güte und Liebe Gottes.

Dank dieser Tugenden wurde ihm eine immer größer werdende, andächtige Verehrung entgegengebracht.
Nach seinem Tod breitete sich diese Verehrung in bemerkenswerter Weise aus; davon zeugen die unzähligen Besuche an seinem Grab im Friedhof von Wengen.

Heinrich Videsott Grab

Am 2. Februar wurde vom Bischof Ivo Muser der Diözesane Seligsprechungsprozess für Pfarrer Heinrich Videsott  feierlich eröffnet, in Anwesenheit des Postulators Padre Carlo aus Rom und vielen Pilgern aus allen Teilen der Region und des Veneto, der Toscana, der Lombardei und aus Österreich.

Der Bischof war erstaunt von der großen Menschenanzahl, die sich anlässlich des Ereignisses versammelt hat. Erstaunliche 700 Personen im Dom und über 300 im Pfarrsaal. Die Worte von unserem Bischof Muser lauteten: „Ich habe noch nie so viele Leute in diesem Saal gesehen!“

Die zwei Standardseiten mit viel interessanten Beiträgen über Pfarrer  Heinrich Videsott:

http://www.pfarrerheinrich.org

http://www.amicididonenrico.it

Wenn sie wissen wollen, was sich in Wengen so tut oder einen Rückblick in Wort und Bild über Ereignisse in Wengen sehen wollen, dann empfehlen wir ihnen den Besuch diese Seite:

http://www.pfarrerheinrich.org/de/ereignisse-feste-in-gedenken-an-pfarrer-heinrich-videsott.html

 

Live dabei – Dekan Vijo Pitscheider  

mit freundlicher Erlaubnis des Autors,
Pfarrer und Dekan von St. Ulrich in Gröden

Ich (Vijo Pitscheider) traf Pfarrer Heinrich Videsott in den Achtzigerjahren. Der Pfarrer lud mich am Wochenende des Öfteren ein, Beichten abzunehmen, Vorträge für Jugendliche oder erwachsene Pfarrmitglieder zu halten und verschiedene Festgottesdienste zu feiern. Ich sah, dass er mich schätzte. Er rief mich gerne von Zeit zu Zeit in seine Pfarrei. Er hatte offensichtlich Vertrauen in meine Vorträge und Predigten. Er war ein tieffrommer Mann, ständig im Gebet versunken, das Brevier in der Hand, auf dem Schreibtisch oder auf dem Tisch in der Sakristei. Es bestand eine Art liebevoller Beziehung zwischen ihm und dem Brevier. Er war ein in sich gekehrter, schweigsamer Priester, der im Gespräch sehr wortkarg war. Er zelebrierte die Messe, ohne sich ablenken zu lassen und sehr ruhig. Er sprach deutlich und langsam und betonte die Worte der Wandlung. Er erhob Hostie und Kelch langsam und mit frommer Hingabe. Seine Kniebeugen drückten Achtung, priesterliche Würde und fromme Hingabe aus. Der Ton seiner Predigten war entschlossen, vor allem, wenn er über die Gnade der Sakramente sprach; dann betonte er die Worte besonders stark und seine Stimme wurde lauter, da er dem, was er sagte, ein besonderes Gewicht geben wollte, vor allem wenn er Themen oder Punkte behandelte oder erklärte, die den Glauben an das Gebet betrafen, die Mitfeier der heiligen Messe, das Aufopfern aller Beschwerlichkeiten und die Opfer des täglichen Lebens, die Zehn Gebote, die christliche Ethik, die christliche Moral, die Pflichten der Christen in Ehe sowie Familie, Erziehung und Teilnahme an den Sakramenten.

Er erzog die Messdiener zum Dienst am Altar mit gefalteten Händen und zu Gläubigkeit, zu einem frommen Verhalten, das des Dienstes am Altar würdig war. Er selbst ging mit gutem Beispiel voran, ein tiefgläubiger Pfarrer, mit einer hohen Achtung vor dem heiligen Ort. …

Den weiteren Teil des Zeugnisses von Vijo Pitscheider finden Sie auf: http://www.amicididonenrico.it/zeugnis-vijo/

Pfarrer Heinrich, der rasche Fürsprecher

und Helfer in allen Nöten – einige aktuelle Zeugnisse

dazu:

 

Am 28. August besuchten wir (meine Köchen und ich) das Grab des Segenspfarrers in Wengen. Meine Köchin hatte ein großes Anliegen: Ihr Schwager, einem Familienvater von 47 Jahren, war wegen mangelnder Aufträge gekündigt worden. Wegen seines vorgerückten Alters war es fraglich, ob er überhaupt eine neue Stelle bekommen würde. Wir beteten am Grab den Rosenkranz und baten um seine Hilfe. Und auch ich hatte ein Anliegen: die Bücher über ihn, die schon viele bestellt hatten, waren immer noch nicht gekommen. Wir warteten seit Wochen auf die Lieferung. Am nächsten Tag zuhause kamen zwei Telefonate: der Schwager hatte eine neue Arbeitsstelle in der Nähe seines Wohnortes bekommen. Er konnte den Arbeitsplatz eines Kollegen, der in Pension ging, übernehmen. Er war keinen Tag arbeitslos gewesen. Und beim zweiten Telefonat wurde gemeldet, dass die Bücher angekommen seien und in Altötting abgeholt werden können. Wir waren über die so schnelle Hilfe auf die Fürbitte des lieben Pfarrers Heinrich sehr überrascht und erfreut!
In Dankbarkeit Kaplan G.M.

 

Am 1. Juli 2014 habe ich das erste Mal durch eine Wallfahrt nach Wengen von Pfarrer Heinrich gehört. Wie durften die Wirkungsstätte kennenlernen, seine Wohnung besuchen und an seinem Grab beten. Ich habe sofort ein unaussprechliches Vertrauen zu ihm bekommen. Seither ist er unser Helfer und Fürsprecher beim himmlischen Vater. Ich bete jeden Tag zu ihm und bitte um seine baldige Seligsprechung. Wir wurden bis jetzt in allen Anliegen erhört!
Bei Krebsverdacht meiner Schwiegertochter, bei einer Krebsoperation meiner Nichte an den Nieren ist alles gut verlaufen. Ich selbst hatte Brustkrebsverdacht.
Mein Schwager ist im Oktober 2014 verstorben. Es gab eine Verlassenschaft von 170.000,00 Euro. Die Erben waren zwei Brüder und eine Schwester, die wollte dass die Brüder verzichten. Somit hat sich schon ein Streit angebahnt. Da mir der Friede das Wichtigste auf der Welt ist, habe ich Pfarrer Heinrich angefleht, er möge uns helfen. Ich habe eine Novene nach der anderen gebetet. Nach einiger Zeit hat die Schwester einen Vorschlag gemacht, in dem beide Brüder einverstanden waren.
Ich habe Pfarrer Heinrich versprochen, dass ich meine Erhörungen nach Wengen berichte. Ich kann nur immer wieder sagen, hier sind Wunder geschehen!
Ich bitte auch jeden Tag den heiligen Pfarrer von Ars und den heiligen Josef Freinademetz, sie mögen Gott bitten, dass Pfarrer Heinrich bald selig gesprochen wird. Ich bin mir sicher, Pater Freinademetz, den ich schon viele Jahre verehre, hat mich zu Pfarrer Heinrich geführt.
Ich mache auch immer, wo ich kann Pfarrer Heinrich bekannt und erzähle unsere Erhörungen. Viele haben mir schon gedankt. Eine Bekannte hat mir gesagt: „Ich bin so glücklich, dass wir Pfarrer Heinrich haben. Wir haben sein Bild auch im Auto angebracht und wurden von einem Verkehrsunfall in wunderbarer Weise bewahrt!“
Ewiges Vergelt’s Gott aus Gnas (Österreich) Fam. K.

 

Ich möchte von einem Vorfall berichten, von dem ich fest der Überzeugung bin, dass Pfarrer Heinrich Videsott geholfen hat.
Im voraus muss ich sagen, dass ich täglich zu Pfarrer Heinrich für meine Familie bete.
Nun war es vor ein paar Wochen so, dass eine meiner Töchter vormittags einen Topf auf den Gasherd gestellt hat, um etwas zu wärmen. Bald danach verließ sie das Haus für einige Stunden, und vergaß die Gasherdplatte abzuschalten.
Als sie gegen 16.00 Uhr nachmittags nach Hause zurückkehrte, roch sie schon bei der Eingangstür den verbrannten Geruch. Es stank im ganzen Haus. Schnell lief sie in die Küche und sah den total verbrannten Topf, dessen Inhalt total verkohlt und nicht mehr identifizierbar war. Sie wollte natürlich gleich das Gas abdrehen, sah jedoch zu ihrem Erstaunen, dass es bereits abgedreht war. Sie kontrollierte alles genau: die Gasflasche war nicht leer, das Gas war nicht ausgegangen. Es wurde der Schalter abgedreht. Verdutzt rief sie Ihren Mann an, der war jedoch auf Arbeit, und war in der Zwischenzeit nie zu Hause gewesen. Auch sonst konnte niemand in der Wohnung gewesen sein. Der Sohn war nämlich in der Schule in Schlanders. Das Gas dürfte nicht lange vorher abgedreht worden sein, da der Topf noch glühte und zischte, als sie ihn im Freien in den Schnee stellte.
Dieser Vorfall hat uns zu Denken gebracht. Ich jedenfalls bin fest davon überzeugt, dass hier unser Pfarrer Heinrich geholfen hat, weil ich ja auch täglich und voll Vertrauen zu ihm für meine Familie bete.
Es grüsst aus Innichen A.R.

 

Im Juni 1994 erfuhr meine Frau als sie hochschwanger war, bei einer durchgeführten Untersuchung, dass das Kind abgestorben sei. Es war die achte Schwangerschaft meiner Frau, eine sehr schwierige nebenbei bemerkt und dann kam diese niederschmetternde Nachricht.
Ich brachte meine Frau nach der Untersuchung beim Frauenarzt sofort ins Krankenhaus nach Lienz, wo umgehend die Geburt eingeleitet werden musste. Vor dem Krankenhauseingang traf ich einen Pfarrer aus einer Nachbarpfarrei, dem ich das traurige Ereignis schilderte. Dieser liebe Herr Pfarrer, der heute in Bayern lebt und mit dem ich schon lange befreundet bin, ging sofort zu meiner Frau ins Krankenhaus und spendete ihr Trost und Segen und betete bei ihr.
Meine Frau behauptet heute noch ohne den Beistand dieses Priesters hätte sie diese Geburt nicht überlebt. Es hing ihr Leben an einem Faden, zumal sie so viel Fruchtwasser in sich hatte und das Kind schon zwei Wochen tot im Mutterleib war.
Diese Geburt hat meine aus dem Südtiroler Sarntal stammende Frau sowohl körperlich als auch seelisch schwer mitgenommen. Neben Herzbeschwerden versagte ihre wunderschöne Stimme, mit der sie so gerne an den Sonntagen zur Ehre Gottes gesungen hatte, völlig. Sie litt sehr darunter.
Im weiteren Verlauf des Jahres kam ich einmal mit dem Sillianer Hutmachermeister, mit dem ich schon lange befreundet bin, über diesen Fall zu sprechen. Dieser erzählte uns von einem heiligmäßigen Priester im Gadertal, namens Heinrich Videsott. Weiters erzählte Herr Kiniger, er hätte sich an der Halsschlagader operieren lassen müssen in der Innsbrucker Klinik und hatte dort einen Termin für die Operation. Vor dieser Operation sei er zu Pfarrer Heinrich nach Wengen gefahren und dieser habe ihn gesegnet und gut zugeredet. Als dann die Operation stattfinden sollte und er nochmals untersucht wurde, teilten ihm die Ärzte mit, dass die Operation nicht mehr nötig sei.
Wir baten Herrn Kiniger, der Pfarrer Heinrich inzwischen persönlich kannte, uns mit ihm in Verbindung zu bringen. Er rief Pfarrer Heinrich an und ich kann mich noch sehr gut erinnern, am 14. Dezember 1994 fuhren wir in seiner Begleitung nach Wengen. Es waren zehn Tage vor Weihnachten, ein herrlicher Wintertag und auf den Bergen lag noch kein Schnee.
Freundlich begrüßte uns zuerst die Haushälterin von Pfarrer Heinrich. Doch bald kam schon der Herr Pfarrer zur Tür herein, ein großer, geistlicher Herr mit einem gütigen Gesichtsausdruck, so habe ich ihn noch in Erinnerung!
Er begrüßte uns freundlich, erkundigte sich woher wir kämen und weshalb wir da seien. Meine Frau erzählte ihm wie es ihr ergangen ist bei und nach der Totgeburt. Wir knieten nieder und der liebe Pfarrer Heinrich sprach ein langes Segensgebet und sagte zu meiner Frau: „Wenn es dir warm wird, bist du geheilt!“
Ja, der liebe Pfarrer muss wohl einen direkten Draht zum lieben Gott haben, meine Frau hatte ihre Stimme wieder bekommen und auch die Herzbeschwerden hörten auf. Wir bedankten uns herzlich bei ihm und redeten noch ein wenig bei einer Tasse Kaffee. Er musste sich schon bald von uns verabschieden, denn es warteten schon Leute aus Brescia auf ihn.
Wir sind heute noch froh und dankbar dafür, dass wir Pfarrer Heinrich noch zu Lebzeiten kennenlernen und durch ihn Hilfe erfahren durften. Mit seinem Charisma ist er ein Fels und ein leuchtendes Vorbild in dieser oft verworrenen Zeit.
Familie Warscher – Kals am Großglockner

 

Hier die Geschichte der Heilung meiner Mutter T. M.:
Es war am 29. Juni 1997, am 60. Jahrestag der Priesterweihe von Pfarrer Heinrich Videsott, als ich Pfarrer Heinrich das erste und letzte Mal sah. Ich hatte von seinen Wundertaten eigentlich nicht viel gewusst, aber hörte von Montalern sehr respektvoll davon sprechen, dass Pfarrer Heinrich Menschen heilen kann, sogar übers Telefon. Ich stellte mir Pfarrer Heinrich von grosser Statur vor, so gross, wie eben sein Ruhm war.
Ich zog im Jahre 1994 nach Boston, und kam jedes Jahr wenigstens einmal nach Montal, um meine Familie zu besuchen. Der Grund des Besuches in Montal war im Juni 1997 nicht, wie üblich, von freudiger Natur. Meine Mutter war einige Tage vorher mit einer Brustkrebsdiagnose ins Brunecker Spital eingeliefert worden, und ich nahm den erstbesten Flug in die Heimat. Mein Vater ist seit einem Unfall im Jahre 1986 einseitig gelähmt, und meine Mutter war diejenige, die ihn tagein und tagaus pflegte und betreute.
Ich kann mich nicht erinnern, wie viele Tage meine Mutter Tresl schon im Spital war als Pfarrer Heinrich seinen 60. Jahrestag in Montal feierte. Nach seiner Predigt an diesem Festtag  trat ich voller Hoffnung aus der Kirche, und stellte mich mutig Pfarrer Heinrich vor, der von vielen Menschen auf dem Kirchplatz von Montal umringt war. Es gibt keine Worte, um auszudrücken, was ich in dem Moment fühlte, als ich vor ihm stand.
Kaum dass ich Pfarrer Heinrich ansah, überkam mich ein Tränenmeer, und ich konnte fast nicht sprechen, soviel Energie und Güte strahlte er aus. Aus meinem Munde kam die Geschichte meiner Mutter, dass sie im Brunecker Spital lag, und dass sie Krebs hatte. Liebenswürdig fragte mich Pfarrer Heinrich “Ja wie heißt sie denn, deine Mutter?” Nachdem ich ihm geantwortet hatte, segnete er mich, und sagte zu mir “Es wird alles gut”.
Seitdem sind nun 18 Jahre vergangen. Ich weiss, dass Pfarrer Heinrich meine Mutter seit dem 29. Juni 1996 in seinen Gebeten einschliesst, und sie beschützt, denn sie hat noch 2 andere, lebensgefährliche Episoden gut überstanden.
Ich freue mich auf den nächsten Besuch bei Pfarrer Heinrichs Grab in Wengen, um ihm zu danken und für ihn zu beten. Vergelt’s Gott, Pfarrer Heinrich, für deine Fürbitten und für deine Hilfe.

 

Sehr oft schickte Pfarrer Heinrich Ehepaare, die keine Kinder bekommen konnten, zur über dem Ort Wengen wunderschön gelegenen Barbarakapelle, einer wegen dem herrlichen Ausblick auf die Dolomiten beliebten Hochzeitskirche. Nach dem Segen von Pfarrer Heinrich und dem Besuch der Kirche mit dem Gebet zu Heiligen Barbara war es sehr oft so, dass die Meldung über die glückliche Geburt eines Kindes bald bei Pfarrer Heinrich einlangte.

Pfarrer Heinrich liebte  Kinder sehr. er hatte ein großes priesterliches Herz für sie. So viele Taufkinder folgten später Pfarrer Heinrich auf seinem Weg. Mit Freude war er auch Katechet in der Volksschule und bereitete die Kinder persönlich auf die Erstkommunion vor. In der letzten Stunde machte er mit den Erstkommunionkindern einen Besuch in der Kirche und wies ihnen schon einen fixen Platz in der Kirche dazu.

 

Oft machte er auch eine Wallfahrt zur hoch über dem Tal thronenden Kirche Heiligkreuz

am Fuße des Kreuzkofels und lud dazu auch seine Pfarrleute aus Wengen ein, die ihm bereitwillig folgten. Diese Kirche wurde auch oft von seinem entfernten Verwandten, dem Heiligen  Josef Freinademetz und seinem Vater besucht. Josef Freinademetz war ein bekannter Chinamissionar, der als Bauernbub den Ruf in die Mission verspürte und zu den Steyler Missionaren ging. Er kannte den Gründer Arnold Jansen noch persönlich.

Erfolgreich hatte sich Pfarrer Heinrich auch für die Seligsprechung  seines persönlichen Vorbildes (neben dem heiligen Pfarrer von Ars) eingesetzt. Am Weltmissionssonntag des Heiligen Jahres 1975 (19. Oktober) wurde schließlich Josef Freinademetz in Rom selig gesprochen. Die Heiligsprechung gemeinsam mit dem Gründer der Steyler Missionare Arnold Jansen und dem Afrika-Missionar Daniel Comboni erfolgte am 5. Oktober 2003.

 

3. Juli 2014: Pilgerzug aus Österreich anlässlich

des 102. Geburtstages von Pfarrer Heinrich

Bereits zum zweiten Mal pilgerte eine Gruppe aus Österreich, Wien und Umgebung, nach Wengen anlässlich des 102. Geburtstages von Pfarrer Heinrich. Sie wurde wiederum von Kaplan Reinhard Kofler CM angeführt, der vor vier Jahren die Persönlichkeit Pfarrer Heinrichs kennen lernte und sogleich von dieser sehr angetan und begeistert war.

Das geistige Vorbild des lieben Südtiroler Pfarrers beeindruckte die Herzen der frommen österreichischen Pilger. Sie verweilten vier Tage lang in Wengen, sie besuchten das Geburtshaus des ladinischen Heiligen, Josef Frenademetz, in Abtei und das Kloster der Augustiner Chorherren in Neustift.
Am 3. Juli jährte sich zum 102. Mal der Geburtstag Pfarrer Heinrichs. An dem Tag wollte die Pilgergruppe die Persönlichkeit dieses frommen Priesters näher kennen lernen. Sie fuhr nach Montal, besuchten den Geburtsort und fanden auch noch das Geburtshaus vor, das sich neben der Gadertalerstraße befindet.

Zug vom Geburtshaus zur Heimatprimiz, zur erstenHeiligen Messe des Neupriesters Heinrich Videsott nach Montal in seine Taufkirche

 

In der Pfarrkirche, in welcher der junge Heinrich die heiligen Sakramente empfangen hatte und seine erste Messe gefeiert hatte, wurden Lobgesänge und Dankgebete vorgebracht. Danach begab sich die Gruppe ins nächste kleine Dorf, nach Pflaurenz und konnte dort die Rosenkranzkapelle bestaunen, die aus Dankbarkeit für eine erwiesene Gnade durch die Fürsprache Pfarrer Heinrichs errichtet wurde.

Nach Wengen zurückgekehrt, wurden die Pilger von einigen Mitgliedern des Komitees „Freunde Pfarrer Heinrichs“ herzlich empfangen und waren von deren Gastfreundschaft sichtlich gerührt. Ganz im Sinne Pfarrer Heinrichs, der sowohl für das seelische als auch für das körperliche Wohl seiner Mitmenschen bedacht war und stets für alle eine offene Hand hatte, wurde der 50-köpfigen Gruppe ein ladinisches Mittagessen serviert, was sehr geschätzt wurde.

Michaela Comploi, die Präsidentin des Vereines „Freude von Pfarer Heinrich“ spricht zu den österreichischen Pilgern

 

Es folgten einige Erzählungen aus dem Leben des Pfarrers und später unternahm die Gruppe eine Wanderung zur Barbara-Kapelle. Auf der Anhöhe konnte sie die schöne Landschaft bestaunen, die warmen Sonnenstrahlen genießen und auch etwas über die Geschichte der Kirchen von Wengen erfahren.

Der Rückweg führte über einen angenehmen Besinnungsweg zwischen blühenden Wiesen.

Im Dorf angekommen, wurde um 18.00 Uhr der Dankgottesdienst im Gedenken an Pfarrer Videsott gefeiert, an dem auch viele Bewohner aus dem ganzen Gadertal teilnahmen, die ihrem geliebten Pfarrer ihre Danksagungen und Bittgesuche vorbrachten. Danach begaben sich die Pilger und Gottesdiestbesucher zum Grab von Pfarrer Heinrich zum stillen Gebet in ihren persönlichen Anliegen.


Am darauffolgenden Tag, den 4.Juli, traten die österreichischen Pilger die Rückreise in ihre Heimat an. Pfarrer Heinrich hatten sie fest in ihren Herzen und Gebeten eingeschlossen, dies bezeugen die vielen Dankschreiben und das Versprechen, Ende Juli 2015 wiederzukommen.

Zum Abschluss noch ein Artikel vom 21. Januar 2016 aus der Pustertaler Zeitung mit einem Interview mit dem Postulator des Seligsprechungsverfahrens:

http://www.pz-media.it/inhalt/gesellschaftmenschen/1182-pfarrer-heinrich-videsott-f%C3%BCr-viele-schon-jetzt-ein-heiliger-ausg-02-2016.html

 

Das neue Büchlein mit einer schlichten Biografie des Dieners Gottes Pfarrer Heinrich Videsott ist nun auf Deutsch und Italienisch erhältlich.

 

 

 

 

 

 

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