4. Adventsonntag: das Herz öffnen

Karmel Exerzitien Online Advent 2017

Alle bisherigen Aussendungen der Exerzitien können Sie hier im Karmel Archiv nachlesen.

 

Evangelium Jesu Christi nach dem Evangelisten Lukas (1,26-38)
Der Engel Gabriel wurde von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazareth zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.
Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

 

Meditation: Das Wort wie Josef in die Praxis umsetzen
Wie Maria hat auch Josef seine Ankündigung erlebt. Im Grunde ergreift in allen großen Momenten im Leben Josefs Gott das Wort. Normalerweise ist es, um ein Gespräch aufzunehmen; für Josef geht es sehr wohl darum, mit seinem Gott zu sprechen, aber seine Antwort ist stumm: er spricht durch seine Handlungen. Das Wort Gottes gibt seinem Leben den Rhythmus; er ist sich daran gewöhnt, und er beginnt immer damit, zu hören. Dies ist seine Art und Weise, den Herrn anzubeten und ihm zu gehören; dadurch nimmt er ganz selbstverständlich die Haltung des Dieners an, und er bringt zum Voraus – ohne Worte – seine Unterordnung zum Ausdruck. Er weiß jedoch aus Erfahrung, dass das Wort Gottes ihn immer mehr in das Geheimnis einführt. Er ist erstaunt über das, was ihm geschieht, aber er verbirgt gleichzeitig auch in seinem Schweigen jegliches Ereignis, dessen Bedeutung ihm entgeht. Das Geheimnis tritt in sein Leben ein, ganz wie in unseres, aber er empfängt es, ohne zu versuchen, es zu leugnen, zu reduzieren, auszuschalten, sondern er wartet nur, dass Gott ihm durch ein neues Wort den Sinn dieses Geheimnisses eröffnet. Ohne irgendetwas vom Geheimnis, das Gott ihn leben lässt, zu verlieren, sagt er zum Voraus Ja zu dem befreienden Wort, das bestimmt kommen wird.
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